
Der Verein Frauenstadtrundgang Winterthur wurde 1997 von fünf Geschichts- und
Sprachwissenschaftlerinnen gegründet. Kurz darauf schloss er sich dem Projekt Femmes
Tour an, für das sich acht bereits bestehende Frauenstadtrundgänge gerade zusammengefunden
hatten. Das Ergebnis des Projekts waren Spaziergänge in verschiedenen
Städten, die zeigten, was die Schweizerinnen vor 150 Jahren bewegte, als die moderne
Schweiz gegründet wurde. Mit dem Projekt endete auch die aufwändige Zusammenarbeit
der Vereine.
Der noch junge Frauenstadtrundgang Winterthur machte sich mit seinen unterhaltsamen
und doch anspruchsvollen Zeitreisen rasch einen Namen. Die Kostüme und die Rollenspiele
der Frauentrios wurden zu seinem eigentlichen Markenzeichen.
Heute sind im Verein rund 25 Frauen damit beschäftigt, über 80 Rundgänge und damit
fast 2500 Leute pro Jahr durch die Stadt zu führen. Geleitet wird der Verein von einem
sechsköpfigen Vorstand, der alle zwei Jahre Historikerinnen mit den Recherchen und
der Ausarbeitung eines neuen Rundgangs beauftragt. 2004 gewann der Verein den Kulturpreis
der Stadt Winterthur, 2005 veröffentlichte er ein Buch mit den ersten vier
Rundgängen.